Zuerst kommt die Geburt des Menschen, egal ob es sich dabei um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, die jungen Eltern sind glücklich, wenn das Baby gesund zur Welt gekommen ist. Die Entwicklung von Jungen und Mädchen läuft gleichermaßen ab: Als erstes erkunden sie ihre Umwelt mit den Augen, lernen Mama und Papa kennen und deren Stimmen voneinander zu unterscheiden. Dann beginnt die Phase des Krabbelns und kurz darauf lernen die Kinder das eigenständige Laufen. Die Zeiten des Kindergartens und der Vorschule beginnen, hier werden sie mit Farben, Stiften und den ersten Zahlen Bekanntschaft schließen. Die ersten Milchzähne fallen aus und sie werden eingeschult. In der Grundschule erlernen sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift, sowie das Rechnen, zuerst mit Äpfeln oder Birnen und später geht es mit Geometrie und dergleichen in der Mathematik weiter. Bis zum Ende der Grundschulzeit entwickeln sich die Mädchen und Jungen gleich, doch ab einem Alter von etwa zwölf Jahren, gehen die Entwicklungen auseinander. Die Mädchen entwickeln sich langsam zu jungen Frauen, dieser Prozess zieht sich über mehrere Jahre hinweg.
Die Mädchen kommen meistens früher in die Pubertät, als die Jungen. Die Pubertät ist der Verlauf vom Mädchen zur Frau, sie erreicht die Fortpflanzungsfähigkeit. In dieser Zeit beginnt sich der Körper zu verändern, ein Merkmal ist die geschlechtsspezifische Körperbehaarung. Des Weiteren beginnt jetzt die Menstruation, sie kann in den ersten Jahren von starken Schmerzen im Unterleib begleitet werden. Besonders bei jungen Mädchen ist dies gegeben, denn der Körper muss sich erst auf die neuen Veränderungen einstellen. Doch nach einigen Jahren nehmen diese Beschwerden während der Menstruation ab.
Später jedoch, etwa zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, beginnt ein neuer Lebensabschnitt bei den Frauen. Jetzt stellen sich die sogenannten „Wechseljahre“ der Frau ein. Die Wechseljahre sind das genaue Gegenteil der Pubertät. Während der Pubertät beginnt die Produktion der Östrogene und der Gestagene, im Gegensatz dazu, lässt die körpereigene Produktion der Sexualhormone wieder nach. Die Wechseljahre einer Frau bahnen sich genauso langsam an, wie dies in ihrer Jugend mit der Pubertät begann. Langsam und in verschiedenen Stufen treten die Wechseljahre ein.
Mögliche Begleiterscheinungen können z. B. Menstruationsschmerzen, heftige Blutungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Gewichtsprobleme sein. Gerade eine Gewichtszunahme stellt für viele Frauen ein Problem dar. Sie können ihre Lieblingskleider nicht mehr tragen, da diese einfach nicht mehr passen. Hier wird mit verschiedenen Diäten versucht, wieder auf das bisherige Gewicht zu kommen. Doch meistens schaffen es die Frauen nicht, denn der Stoffwechsel verlangsamt sich und der Körper verbraucht weniger Kalorien. Doch die Hoffnung wird nicht aufgegeben, die liebsten Kleidungsstücke werden erst einmal in Kartons verpackt und in dem Keller oder auf dem Dachboden deponiert, vielleicht kann man sie doch in ein oder zwei Jahren wieder hervor holen und sie sitzen wieder perfekt.
Bei starken Menstruationsschmerzen kann man mit der altbewährten Wärmflasche Abhilfe schaffen, durch die wohlige Wärme lassen diese sich wenigstens etwas mindern. Ebenfalls kann man eine Fangopackung verwenden oder sich eine heiße Dusche oder ein Vollbad gönnen. Eine Linderung der Schmerzen wird auch durch Atemübungen erzielt, hier atmet man einfach tief in den Bauch hinein.
Mit Hitzewallungen haben viele Frauen während der Wechseljahre zu kämpfen, plötzlich wird es einem ganz heiß, es beginnt im Gesicht, dieses Gefühl setzt sich über die Kopfhaut, den Nacken, die Brust und die Oberarme fort. Bei einer solchen Wallung steigt der Blutdruck, Herz- und Pulsschlag scheinen auf einmal zu rasen, außerdem kann es zu Schwindelgefühlen kommen. Nach einer solchen Attacke treten häufig Schweißausbrüche auf, die gefolgt werden von einem Frösteln und dem Gefühl der Kälte. Die Hitzewallungen können nur wenige Sekunden andauern, sich aber genauso über mehrere Minuten hinziehen. Diese Wallungen können bis zu 30 Mal am Tag wiederkehren.
Weiterhin klagen einzelne Frauen über Schlafstörungen, seelische Beschwerden, sexuelle Probleme, Brustbeschwerden, Harnblasenschwäche, sowie Haar- und Hautprobleme. Doch verlaufen die Wechseljahre einer jeden Frau anders, es müssen nicht alle Frauen solche starken Begleiterscheinungen bekommen.
