Wer unter Diabetes leidet, der sollte auf seine Ernährung achten. Doch die Volkskrankheit verlangt längst keine spezielle und strenge Diabetes Ernährung. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, die Mahlzeiten vielleicht in mehrere kleine Mahlzeiten unterteilt, der kann fast wie ein gesunder Mensch essen und leben. Es muss also nicht extra eine Diabetes Ernährung gekocht werden, die äußerst aufwändig ist, sondern man kann im Grunde genommen ganz normal essen. Dennoch sollte man ein paar Dinge beachten, die jedoch auch gesunden Menschen nicht schaden können. So kann Insulin, egal, ob körpereigenes Insulin oder das, welches man sich spritzen muss, nur wenig wirken, wenn man übergewichtig ist. Mit Hilfe einer gesunden Ernährung kann man abnehmen und dadurch auch die Blutzuckerwerte in den Griff bekommen.
Zur Diabetes Ernährung gehören in jedem Fall Kohlenhydrate. Sie sind zwar die einzigen Nährstoffe, die direkte Auswirkungen auf den Blutzucker zeigen, doch sollte man nicht gänzlich auf sie verzichten. In der Diabetes Ernährung darf der Anteil an Kohlenhydraten also ebenso hoch sein, wie bei einem gesunden Menschen. Man sollte jedoch die Anteile auf mehrere Mahlzeiten verteilen, bis zu sechs Mahlzeiten täglich werden hier von Experten empfohlen.
Während Kohlenhydrate aus Gemüse und Hülsenfrüchten nur sehr langsam ins Blut sickern, können die Kohlenhydrate aus zuckerhaltigen Getränken regelrecht ins Blut schießen. Auf diese Kohlenhydrate sollten Diabetiker verzichten. Doch die langsam wirkenden Kohlenhydrate dürfen in der Diabetes Ernährung nicht fehlen. Hierfür eignen sich insbesondere Vollkornprodukte. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie viele Ballaststoffe und Vitamine, sowie Mineralstoffe beinhalten, den Blutzuckerspiegel jedoch nur langsam ansteigen lassen.
Zucker darf ebenfalls nicht vom Speiseplan verbannt werden. Kleinere Mengen an Zucker können ebenfalls in der Diabetes Ernährung zur Anwendung kommen, sofern man sich an einige Regeln hält. Der Stoffwechsel muss gut eingestellt sein, die Selbstkontrolle der Patienten muss regelmäßig erfolgen und der Zucker sollte nicht in Form von Getränken, sondern eher verpackt in anderen Lebensmitteln genossen werden. Die moderne Diabetes Ernährung hält ebenso wenig von den speziellen Diätprodukten. Sie weisen einen sehr hohen Energie- und Fettgehalt auf und schmälern lediglich den Geldbeutel. In kleinen Mengen kann man also auch in der Diabetes Ernährung durchaus Zucker zu sich nehmen. Zuckeraustauschstoffe, wie Fruchtzucker oder Sorbit sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, sie bieten keinerlei Vorteile in der Diabetes Ernährung. Dafür können sie mitunter abführend und blähend wirken.
Fette müssen in der Diabetes Ernährung ebenfalls aufgenommen werden, jedoch sollte ihr Anteil nicht mehr als 70 Gramm pro Tag oder 30 Prozent der aufgenommenen Nahrung betragen. Zu viel Fette machen nur unnötig dick und durch Übergewicht kann das Insulin wieder schlechter wirken. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, man ersetzt einige der tierischen Fette durch pflanzliche Fette, da diese diverse Vorteile bieten. Bei den Eiweißen sollte man in der Diabetes Ernährung auf einen Anteil von etwa 10 bis 15 Prozent an der gesamt aufgenommenen Energie einrechnen, was etwa 60 Gramm entspricht.
Beim Alkohol scheiden sich die Geister. Denn hier sagen einige, dass er gar nichts in der Diabetes Ernährung zu suchen hat, andere hingegen sind der Meinung ein bis zwei Gläser Wein sind durchaus in Ordnung. Allerdings sollte man Alkohol nur in Verbindung mit den Mahlzeiten genießen, die besonders viele Kohlenhydrate enthalten, da sonst die Gefahr der Unterzuckerung besteht. Dennoch sollte man den Alkohol in der Diabetes Ernährung, ebenso wie bei gesunden Menschen nur in Maßen genießen. Denn oftmals kann er zu Bluthochdruck führen, ebenso wie zu Störungen im Fettstoffwechsel.
