Wer erinnert sich nicht an die gute alte Postkarte? Erstmals 1878 als so genannte Korrespondenzkarte eingeführt, erfreuten sich ungezählte Empfänger an Glückwünschen, Urlaubsgrüßen oder einfach nur Lebenszeichen von Freunden, Verwandten und Bekannten per Postkarte. In der heutigen Zeit hat die Postkarte zunehmend Konkurrenz in Form von elektronischen Grußkarten (E-Cards) bekommen. Immer mehr Haushalte weltweit verfügen über einen Internetzugang – und das ist schon alles, was für den Versand der elektronischen Grüße benötigt wird. Gerade bei Jüngeren werden diese immer beliebter.
Geben Sie in einer beliebigen Suchmaschine im Internet den Begriff „E-Card“ oder „Elektronische Grußkarten“ ein – Sie werden unzählige Ergebnisse finden. Manche Webseiten konzentrieren sich ganz auf den Versand der elektronischen Grüße, andere bieten diesen Service neben anderen Inhalten an. Häufig ist das Versenden von elektronischen Grußkarten kostenlos. Die Qualität und Auswahl an Motiven unterscheidet sich von Seite zu Seite, manchmal stört Werbung die Nutzung des Services oder Sie müssen sich erst als Kunde registrieren.
Elektronische Grußkarten stehen im Internet in unüberschaubarer Vielfalt zur Verfügung. Zu jedem erdenklichen Anlass, mit verschiedensten Motiven, mit Zitaten oder Sprüchen, animiert oder nicht - Sie haben die Wahl. Ob Sie nun den Daheimgebliebenen liebe Urlaubsgrüße schicken wollen, Freunde zu einer Party einladen oder einfach mal ein nettes „Hallo“ loswerden wollen, für alles findet sich die passende E-Card. Manche Menschen mögen allerdings lieber „echte“ Postkarten, zum Anfassen, mit Briefmarke und allem drum und dran – auch hierfür gibt es inzwischen eine Lösung: Bei einigen Anbietern kann eine Grußkarte online erstellt werden, die dann als „echte“ Postkarte versandt wird. So können Sie auch Menschen elektronische Grußkarten schicken, die keinen Computer oder Internetzugang haben.
Die Vorteile der elektronischen Grußkarte sind vor allem die blitzschnelle Zustellung, man spart sich außerdem das Porto und auch den Weg zum nächsten Briefkasten. Allerdings ist genau wie bei der „alten“ Postkarte auch beim Versand von E-Cards Vorsicht geboten im Hinblick auf vertrauliche Informationen. Auch wenn viele Anbieter Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Ihre Daten zu schützen, gehen Sie lieber davon aus, dass eine E-Card von jedem gelesen werden kann. Zudem besteht die Gefahr, dass sowohl Ihre als auch die E-Mail-Adresse des Empfängers für Werbezwecke missbraucht werden. Es gibt inzwischen sogar Hacker, die mit elektronischen Grußkarten, die angeblich von „alten Bekannten“ oder „Freunden“ stammen, Downloader verbreiten. Jeder E-Card von einem Ihnen unbekannten Absender sollten Sie daher grundsätzlich misstrauen. Im Umkehrschluss gilt – machen Sie beim Versand durch die Angabe des Absenders deutlich, von wem die E-Card kommt, damit der Empfänger sie als authentisch erkennen kann. Dass Sie Motiv und Text auf den Empfänger abstimmen, versteht sich von selbst. Ihr Chef wäre über einen sarkastischen „Na, wieder durch? Text mit entsprechendem Motiv nach der Weihnachtsfeier voraussichtlich wenig begeistert, während Sie eine solche E-Card guten Freunden wahrscheinlich durchaus schicken könnten.
Wie funktionieren elektronische Grußkarten?
Wenn Sie eine E-Card erstellen wollen, stehen Ihnen üblicherweise verschiedene Motive zur Auswahl. Diese bilden sozusagen die „Bildseite“ der virtuellen Postkarte. Über ein Formular geben Sie dann den Empfänger, Ihre eigene Absenderadresse (E-Mail) und den Text ein. Je nach Anbieter können Sie auch veranlassen, dass Sie eine Kopie der Karte erhalten oder eine Benachrichtigung, wenn der Empfänger die Karte gelesen hat. Verschicken Sie nun die Karte, erhält der Empfänger eine E-Mail mit einem Link, dem er folgen muss, um Ihre elektronische Postkarte zu lesen. Häufig steht eine Möglichkeit zum sofortigen Beantworten der Karte zur Verfügung, so dass Sie quasi postwendend eine Antwort erhalten können. Nur wenige Anbieter schicken die elektronische Grußkarte tatsächlich an den Empfänger, da dies zum einen programmiertechnisch aufwändiger ist und vor allem der Empfänger dann nicht auf die Seite des Anbieters geleitet wird - und Werbung für die eigene Seite liegt natürlich im Interesse des Anbieters.
