So gut wie jedem Menschen passieren einmal Fehler, an und für sich ist das nichts Schlimmes, doch geschehen die Fehler am Arbeitsplatz, dann kann dies fatale Folgen haben. Nun meinen viele Mitarbeiter, man könne seine Fehler vertuschen, doch in aller Regel sind die Fehler doch deutlich größer, als vielleicht erwartet, sie wirken sich auch auf andere Kollegen oder gar Kunden aus. Wie kann man diesen Fehlern am besten aus dem Weg oder mit ihnen umgehen?
Grundsätzlich gilt, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Demzufolge dürfen Fehler durchaus passieren, sofern sie sich nicht häufen und das ganze Unternehmen auch in der Öffentlichkeit schlecht dastehen lassen. Allerdings sollte man Fehler nie verschweigen oder gar versuchen, diese zu vertuschen. Ein offener Umgang mit den eigenen Fehlern, eine aufrichtige Entschuldigung, das ist das Mindeste, was man erwarten kann. Des Weiteren sollte man hinterfragen, warum es zu diesem oder jenem Fehler kam, wer seine Fehler analysiert, kann seine eigenen Schwachstellen kennen lernen und aus den Fehlern lernen. Nur so kann man die Fehler in Zukunft vermeiden.
Wer einen Fehler begangen hat, wer einem Kunden versehentlich eine falsche Information gegeben hat, der sollte dazu stehen und sich aufrichtig entschuldigen. Typische Fehler, die gerade kleinen Unternehmen passieren, sind in der Rechnungslegung zu suchen. Man hat sich einfach vertan und dem Kunden etwas zu viel berechnet. Dieser bemerkt den Fauxpas und spricht den Unternehmer oder Dienstleister darauf an. Die richtige Reaktion wäre eine Entschuldigung und das Angebot, sofort eine Gutschrift zu erstellen oder, sofern es sich um einen Stammkunden handelt und eine gute Beziehung vorherrscht, die Gutschrift bei der nächsten Rechnung mit zu verrechnen, um beiden Seiten Aufwand in der Buchhaltung zu ersparen. Hat ein Dienstleister einen Fehler in seiner Arbeit gemacht, so sollte er sich hierfür auch entschuldigen. Danach gilt es abzuwägen, handelt es sich um einen wichtigen Stammkunden, kann man diesem einen Rabatt gewähren, um den Fehler wieder gut zu machen. Dies kann schon mit zehn Euro erfolgen, die Chemie zwischen den beiden Geschäftspartnern wird so aber auf Dauer wieder stimmig sein.
Grundsätzlich sind Fehler also durchaus menschlich und man sollte zu ihnen stehen. Allerdings gibt es natürlich auch im Job einige Fehler, die absolut unverzeihlich sind, dabei spielt es keine Rolle, ob man beim Möbelhändler, beim Händler für Spielwaren, Tintenpatronen oder in einem großen Industrieunternehmen arbeitet. Zu diesen absoluten „No-Gos“ gehören vor allen Dingen die privaten Probleme. Beeinflussen diese die Arbeit, dann ist guter Rat teuer. Wer private Probleme hat, muss lernen, damit umzugehen, sie aber fernab der eigenen Arbeit zu lösen. Denn jegliche Professionalität und Glaubwürdigkeit geht verloren, meldet man sich bei Geschäftspartnern nicht mehr, erledigt seine Arbeit unsauber oder kümmert sich gleich gar nicht mehr um diese. Ein anderer extremer Fehler ist das Lästern über den Vorgesetzten. Früher oder später kommt so etwas immer heraus und dann wird man sich nicht ausreichend entschuldigen können, sondern die Situation nur verschlimmern. Ähnlich steht es mit der Liebe am Arbeitsplatz. Hier gilt generell der Grundsatz Beruf und Privat sollten strikt getrennt werden. Selbst wenn man mit einem Kollegen oder einer Kollegin eine Beziehung führt, darf man diese nicht bevorzugt behandeln und sollte die Beziehung schon gar nicht am Arbeitsplatz ausleben. Dies gilt insbesondere für Vorgesetzte, die ja auch eine gewisse Vorbildfunktion erfüllen sollten.
Ebenfalls geschehen oftmals bereits beim Vorstellungsgespräch Fehler. Diese können teils so massiv sein, dass das Gespräch schon vor dessen Beginn gelaufen ist. So passiert es mitunter, dass der Bewerber im Büro des Arbeitgebers warten soll, weil dem Chef noch ein wichtiger Termin oder ein anderes Problem dazwischen gekommen ist. Tunlichst vermeiden sollte man das Herumlaufen im Büro, das Stöbern in Unterlagen oder gar das Besetzen des Chef-Sessels. Denn oftmals ist das Gespräch dann wirklich schon gelaufen, bevor der Bewerber überhaupt zu Wort kam. Die Arbeitgeber kommen dann meist auch genau in dem Moment herein, wenn der Bewerber gerade in den Unterlagen stöbert. Diese Neugierde wird bestraft mit einem wortlosen Nicken Richtung Tür und der Verabschiedung. Denn einen solch neugierigen Mitarbeiter will wohl niemand beschäftigen.
